Marcelo Bielsa will mit Uruguay hoch pressen und früh dominieren. Doch die Ausfälle von Ronald Araújo, José María Giménez und Giorgian De Arrascaeta reißen genau dort Löcher, wo der Argentinier seine Stärke braucht: in der hohen Abwehrlinie und bei Standards.
Saudi-Arabien kommt nicht als Opfer. Trainer Donis hat die Mannschaft seit den chaotischen März-Spielen kompakter und disziplinierter gemacht. Gegen Senegal zeigte sich ein Team, das Druck standhält und gezielt Konter setzt. Salem Al-Dawsari und Firas Al-Buraikan sind keine Statisten, sie können Räume hinter einer vorgeschobenen uruguayischen Abwehr nutzen.
Die Verletzten treffen Uruguay ins Mark
Araújo fehlt als bester Rückeroberer im hohen Pressing. Giménez bringt Führung und Stabilität, die nun fehlen. De Arrascaeta war der Mann für die entscheidenden Pässe im letzten Drittel. Ohne diese drei wird Uruguay direkter und anfälliger für schnelle Umschaltmomente. Die Hitze in Miami tut ihr Übriges: Saudi-Arabien kennt solche Bedingungen, Uruguay muss sich anpassen.
Donis setzt auf Druck statt auf Parken
Der saudische Trainer hat klargestellt, dass seine Mannschaft nicht nur verteidigen will. Sie wird versuchen, Uruguay unter Druck zu setzen und Fehler zu provozieren. Genau das passt zur aktuellen Verfassung der Celeste. Die letzten Testspiele zeigten Uruguay zwar intensiv, aber oft ohne Durchschlagskraft gegen tiefe Blöcke.
Valverde und Núñez bleiben gefährlich. Doch ein 2:0 oder höherer Sieg wird deutlich schwerer, wenn die defensive Absicherung fehlt und Saudi-Arabien nicht nur mit zehn Mann hinter dem Ball steht. Die Konstellation spricht für ein knappes Spiel, in dem Saudi-Arabien die eine oder andere Torchance bekommen wird.





